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Presse

Alles immer komplexer – bis uns nur noch die KI rettet?

12.05.19 -

Elektronik hilft und unterstützt uns in vielen Lebenslagen, das Internet gibt uns eine Vielfalt von Informations-, Unterhaltungs- und Interaktionsmöglichkeiten an die Hand und das digitale Neudenken vieler geschäftlicher Prozesse hat schon manche Märkte völlig umgewälzt. Soweit so gut. Dennoch beschleicht viele Menschen das mulmige Gefühl, dass sie nicht mehr alles unter Kontrolle, vielleicht sogar immer weniger unter Kontrolle haben, weder direkt, etwa mit eigenen Wahrnehmungsorganen, noch indirekt mit Hilfe einer Tastatur und eines Bildschirms oder anderer Ansätze.

Wer stöhnt nicht beim Installieren, Einrichten, vielleicht auch Nutzung von Elektronik wie TV, Smartphone, Office Automation, wer liest die hunderte von Seiten der Bedienungsanleitung eines neuen Autos, geschweige versteht sie auf Anhieb? Geschäftliche Prozesse basieren häufig auf hochgradiger Vernetzung, machen eine schnelle Übersicht immer schwieriger – obwohl sie für sich genommen mitunter einfacher sein könnten als zuvor, selbst wenn alte Rollenmodelle der Arbeitsteilung in der Vernetzung mitunter völlig verschwimmen.

Klassiker der Komplexitäts-Diskussion im privaten Bereich sind etwa „da frage ich meinen Enkel“, oder, im geschäftlichen Bereich, der Hinweis auf die nächste Führungskräftegeneration, die mit der neuen Technik und den neuen Prozessen aufgewachsen sei. Doch so einfach ist es nicht, wenn denn Untersuchungen zu Multitasking, Verantwortlichkeiten und vernetzten Modellen herangezogen werden.  Vielfach kommt inzwischen bereits ein Hinweis auf KI, die alles unter Kontrolle habe. Und noch kritischer wird es, wenn der Blick auf Rahmenbedingungen wie Online-Sicherheit und das relevante Recht fällt. Bei den „Dingen“ des Internet-der-Dinge ist z.B. zu lesen, dass der Nutzer selbst jederzeit für die ständigen Updates Sorge tragen sollte und bei den rechtlichen Rahmenbedingungen scheinen Begrifflichkeiten und Formulierung vielfach vor allem deshalb länglich und gewunden, weil den Verfassern die digitale Realität anders nicht erklärbar erscheint. Mancherorts bleibt dann nur noch der Stoßseufzer „Wie soll man alles dies dann auch noch jemandem erklären?“ Insoweit bleibt die Frage ob wir bei Auto, Home Office, Laptop, Office Automation, Smartphone, TV vor der Mühseligkeit resignieren müssen oder (noch) etwas dagegen tun können und wollen.

(Veranstaltungshinweis:  Experten-Roundtable der deutschen ict + medienakademie und Fraunhofer IAIS, 2. Juli 2019, 12.00-18.00, Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven IZB, 53754 Sankt Augustin, Teilnahmegebühr 290€, für eco-Mitglieder und Abonnenten von personal.intern 190€ zzgl. USt.). Programm & Anmeldung hier!

Ekkehart Gerlach, Geschäftsführer, deutsche ict + medienakademie


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