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Presse

Future Work, New Work, HR 4.0 – Nur Buzzwords?

03.05.19 -

Mehr Produktivität durch Technologie? Veränderungen der Arbeitsprozesse im Büro? Demokratisierung des Wissens? Gesellschaftliche Konsequenzen?

1995 noch war «Multimedia» Wort des Jahres und erst Ende der Neunziger Jahre erlangte das Internet nicht nur bei Experten, sondern auch in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit, Jahre später allerdings getoppt vom kleinen Wörtchen «digital». Mangels neuer Buzzwords wurde es danach schick, Versionsnummern wie in der IT üblich hintenan zu stellen und da durfte nach HR 2.0 auch HR 4.0 nicht fehlen. Die Fragen hierzu sind unterschiedlich: Mehr Produktivität durch Technologie? Veränderungen der Arbeitsprozesse im Büro? Demokratisierung des Wissens? Gesellschaftliche Konsequenzen?

Klar ist damit, dass Vieles nicht klar ist und aus verschiedenen Blickwinkeln abgeklopft werden muss: Da werden neue zeitliche und räumliche Freiheiten bei der Arbeitsleistung aufgrund breitbandiger Online-Vernetzung genannt - Google, Microsoft oder Wordpress stellen lt. Presseberichten ihren Mitarbeitern frei, wann und wo sie ihre Aufgaben erledigen. Crowd-Working und eine noch weiter vorangetriebene Arbeitsteilung führen zu Kostenreduzierungen, der Einsatz von KI könne die Abschaffung von Führungskräften in Gang setzen, die Übernahme von Routine-Tätigkeiten durch Software-Robots die Abschaffung von Assistenzkräften im Niedriglohn-Segment. Für andere steht bei HR 4.0 im Vordergrund, ob im Zuge dieser Entwicklung die Work-Life Balance positiv entwickelt werden kann, und inwieweit wir mobil oder „entgrenzt“ arbeiten – nicht zuletzt werden viele Büros durch die Nutzung eines „Home Office“ überflüssig. Digitale Kommunikationskanäle, zunehmend über Social Media, stehen bei der Erbringung der Arbeitsleistung im Vordergrund – wobei es noch umstritten ist, ob das produktivitätsfördernd oder senkend ist. Und auch in der HR-Organisation selbst ändert sich etwas. „People Analytics“ hat tiefgreifende Veränderungen in Administration, Recruiting und Talent-Management zur Folge. Und über allem schwebt die Damokles-Frage, ob irgendwann später noch genug Arbeit für Alle da ist.

Um all die Themen analytisch zu durchdringen, ist also schon Expertise zu vielen Gebieten erforderlich, nicht zu vergessen, dass auch die erforderlichen Technologien nicht einfach so unterstellt werden können, sondern bewertet werden müssen – eine Mammutaufgabe.

(Veranstaltungshinweis: Future Work, New Work, HR 4.0 – Nur Buzzwords?, Experten-Roundtable mit dem VDI/VDE-Institut, DHL Freight, ifp Institut für Personalberatung u.a.m., Mittwoch, 22. Mai 2019, 12.00 – 18.00 Uhr, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Georg-Glock-Straße 4, 40474 Düsseldorf).
Weitere Informationen & Anmeldung hier!


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